Antisemitismus bzw. Anti-Judaismus

24. November 2016

Wir haben nichts gegen Menschen mit jüdischen Wurzeln oder mit jüdischem Glauben. Jeder Mensch ist ein spirituelles Wesen mit einer unsterblichen Seele. (Eigentlich handelt es sich um das unsterbliche Bewusstsein, den Mentalkörper. Der Astralkörper, die Seele, kann durchaus aufgelöst werden. Dem Vatikan verdanken wir die Irrlehre, dass der Mensch lediglich aus Körper und Seele besteht. Um die Menschen besser beherrschen zu können, wurde der unsterbliche Geist des Menschen mal kurz abgeschafft.)
Wir messen uns selbst und andere Wesen an ihren Taten und Überzeugungen.
Menschen, die anderen schaden, die Unrecht tun, die mit Gewalt ihre Interessen gegenüber anderen durchsetzen, können durchaus moralisch verurteilt werden. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, ihr Verhalten zu revidieren.
Die Einhaltung der Menschenrechte, das Eintreten für Gleichberechtigung und Brüderlichkeit sowie ein Verhalten, das anderen nicht schadet, ist es, wonach man jeden Menschen, jede Gesinnung und jede Religion beurteilen kann. Das Christentum etwa hat sich solcher unglaublichen menschenverachtenden Taten schuldig gemacht, dass man es quasi ablehnen müsste, wenn man nicht die Kirchen dafür verantwortlich machen könnte und die Lehren Christi von denen der Kirche trennt. Nicht nur die Taten, auch die Lehren der christlichen Kirche sind sehr schädlich, wie unter anderem die Verteufelung der Sexualität, die wohl erst zu der Pädophiliekrise der Kirche geführt hat. Sagt man, man sei anti-christlich, so hat die Kirche dafür gesorgt, dass man dann gleich mit dem Antichristen assoziiert wird. Den Islam wollen wir hier nicht betrachten, obwohl dort Ähnliches anzufinden ist.
Wir wollen die jüdische Religion und die jüdische Kultur betrachten. Durch den Verweis auf den so genannten Holocaust und durch den Vorwurf des Antisemitismus gegen Kritiker haben die vielfältigen jüdischen Institutionen und Gruppen quasi einen Persilschein bekommen, um jegliche Kritik im Ansatz zu ersticken. Der Begriff Holocaust bedeutet ursprünglich „Ein Opfer, das man durch Feuer darbringt“, weshalb viele Juden lieber den Begriff Shoah benutzen. Wenn eine ganze Religion und eine ganze Kultur mit vielen Strömungen und vielen verschiedenen Gruppen und Interessen von der Kritik ausgenommen wird, so ist das gefährlich.
Beginnen wir mit der Religion. Die Tora, das alte Testament, ist voll von Greueltaten, Mord- und Totschlag, Krieg und Massenmorden. Der Gott, der dort dargestellt wird, ist rachsüchtig, eifersüchtig und befiehlt den Tod von vielen Menschen. Im Talmud finden sich aber noch wesentlich schlimmere und menschenverachtende Lehren, unter anderem Regeln, wie man vorgehen muss, um gegen die zehn Gebote zu verstoßen. Das ist allein schon höchst kritikwürdig und gibt gute Gründe, den Judaismus abzulehnen, so wie man das Christentum ablehnen kann. Das wäre dann Anti-Judaismus oder vielleicht Antisemitismus. Der Begriff Semiten bezeichnet allerdings eine Sprachgruppe im historischen Nahen Osten und umfasst auch arabische Menschen. Da sich außerdem die Völker in den Jahrtausenden vermischt haben und auch viele Angehörige des jüdischen Glaubens etwa zum Islam oder zum Christentum über gewechselt sind, gibt es z.B. unter den Palästinensern wohl mehr Semiten als unter den heutigen Israelis und den heutigen Juden.
Jeder kann natürlich glauben, was er möchte, solange er nicht anderen schadet und wenige werden die Traditionen und Lehren hinterfragen, in die sie hineingeboren wurden. In der christlichen Welt glauben ja auch viele so absurde Dinge, wie, dass der Mensch vom Affen abstammt und dass die Entstehung des Lebens zufällig geschah.
Vor der zionistischen Bewegung und Siedlung in Palästina haben dort Juden, Christen und Muslime über Jahrhunderte friedlich zusammen gelebt. In Indien und auch im Iran gibt es jüdische Gemeinden, die dort friedlich und entspannt mit den anderen Glaubensgemeinschaften zusammen leben. Allerdings sind Juden in der Geschichte aus sehr vielen Ländern vertrieben worden oder wurden vor die Wahl gestellt, etwa zum Christentum überzutreten oder das Land zu verlassen. Ist das nur auf Anti-Judaismus zurück zu führen?
Die jüdische Religion lehrt, dass „die zwölf Stämme Israels“ das auserwählte Volk Gottes sind und die heutigen Menschen jüdischen Glaubens diesem Volk angehören. Damit haben wir aber eine Abstammungslehre, die man auch als Rassenlehre bezeichnen muss. Weiterhin sind damit die Angehörigen der jüdischen Religion höher gestellt als die übrige Menschheit.
Dass eine solche Lehre rassistisch und völlig abzulehnen ist, wird jedem einleuchten.
Die Interpretation und die damit zusammenhängenden Verfälschungen der heiligen Schriften sind heikel. Wir denken, dass „das auserwählte Volk“ diejenigen bezeichnet, die sich den richtig verstandenen Gesetzen Gottes und zudem um den Aufstieg ihres Bewusstseins zur Nähe zu dem Höchsten verschrieben haben.
Die Irrlehren der Religionen sind eine Geißel der Menschheit und auch der Judaismus ist davon nicht ausgeschlossen. Wird jemanden beigebracht, dass er zum „auserwählten Volk“ gehört, erhebt er sich über andere Gruppen in der Gesellschaft.
Natürlich wird jede Minderheit in einem Land zusammen halten, sich mit den Angehörigen der Minderheit bevorzugt einlassen und sie fördern und sich von anderen Gruppen und Menschen abgrenzen. Das ist positive Diskriminierung. Wird jedoch eine gewisse Grenze überschritten, dann kommt es zu einer Abspaltung und einer Gegnerschaft zu anderen Gruppen und der Mehrheit in der Gesellschaft.
Nun sind jüdische Gruppen und ihre nicht-jüdischen Mitstreiter in den USA und Großbritannien und anderswo in einflussreiche Positionen gelangt und stellen große Teile der führenden Schicht oder haben sich mit ihnen verbündet. Der Zionismus hat seinen Siegeszug angetreten und hat in der westlichen Welt und in Deutschland großen Einfluss auch auf den Diskurs. Damit tragen das Judentum und die Zionisten große Verantwortung.
Doch sowohl Großbritannien und danach die USA strebten vielleicht nicht nur seit dieser Zeit nach der Dominanz über die Welt. Und bei dieser Dominanz spielt die Beeinflussung der Meinungen und die Kontrolle des Denkens eine große Rolle. Dabei werden Kampfbegriffe eingesetzt und verstärkt. Rassismus und die Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens sind abzulehnen. Wird jedoch die Haltung für die Gleichberechtigung aller Menschen missbraucht, um Andersdenkende zu unterdrücken und sie und ihre Meinungen zu diskreditieren, gerät der Diskurs zur Farce und zur Doppelmoral. Toleranz wird zur Intoleranz, die Haltung für Gleichberechtigung zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit und zur Waffe gegen Andersdenkende.
Wenn es soweit kommt, das Lichtgestalten wie Rudolf Steiner und seine Anthroposophie als antisemitisch diffamiert werden, dann wird es wahrlich gefährlich. Als nächstes wird wohl noch die dynamisch biologische Landwirtschaft als antisemitisch bezeichnet werden. Dann gibt es antisemitische Kartoffeln zu kaufen – der Diskurs ist leider schon gleichermaßen absurd.
Antisemitismus ist heute ein Kampfbegriff, der dazu benutzt wird, die Gegner mundtot zu machen, die Politik Israels und der USA sowie der Hochfinanz zu schützen und um das Denken der Menschen zu kontrollieren. Niemand will als antisemitisch bezeichnet werden, in der Sprache und im Denken wurden große Stoppschilder aufgebaut, nach dem Motto: „So was darfst Du gar nicht mal denken!“
Sicherlich gibt es einiges, was man weder sagen noch tun sollte, z.B. weißen Phosphor gegen Menschen oder gar Kinder einzusetzen. Aber es ist für eine freiheitliche Gesellschaft unerlässlich, dass es einen Wettstreit der Meinungen gibt und man auch radikal erscheinende Postionen zulässt. Heute gibt es vielfältige Zensur und Bestrebungen, das Internet zu säubern von abweichenden Meinungen. Die Grenze ist längst überschritten, an der nicht nur menschenverachtende oder rassistische Äußerungen verboten, sondern berechtigte Kritik und berechtigte Meinungen unterdrückt werden.
Man hat damit begonnen, die Sprache und damit das Denken zu kontrollieren. Wenn man die Mainstream-Medien als gleichgeschaltet bezeichnet, wird einem vorgehalten, einen Begriff der Nationalsozialisten zu benutzen. Aber Medien, die zu bestimmten Themen und es werden immer mehr, alle die gleiche Meinung haben, sind nun mal nicht pluralistisch. Man könnte es auf die Spitze treiben und denken: So wie völlig unmotiviert und ärgerlicherweise Förster heute Ranger genannt werden, sollten Autobahnen als Highways bezeichnet werden, damit bloß kein Verdacht aufkommt!
Wenn das Denken mittels geistigen roten Ampeln und mittels Kampfbegriffen auf eine Linie gebracht wird, dann gibt es keine Freiheit mehr. Immer mehr Menschen lassen sich durch den Vorwurf des Antisemitismus aber nicht mehr einschüchtern.