Anglo-amerikanische Weltdominanz und die Ausschaltung Deutschlands

05. März 2017

Die Schuld der Briten am ersten Weltkrieg, das Vorhaben zur Sicherung der angelsächsischen Weltdominanz und der Freimauerplan für die Umgestaltung Europas

Die Briten sind hervorragend darin, mittels Medienkampagnen und anderweitiger Beeinflussung des Denkens Meinungen zu formen.
Trotz der Tatsache, dass es nur ein Land auf der Welt gibt, das nahezu alle anderen Länder auf der Erde besetzt oder mit Krieg oder militärischen Aktionen überzogen hat, außer der Mongolei, Andorra und weiteren wenig bedeutsamen Ländern, haben sie ein Bild von einem wohlwollenden und liberalen Empire geschaffen. Die Briten sind stolz auf ihre Geschichte und verehren ihr Königshaus. Doch sie haben die Welt spätestens seit 1815 dominiert und ihre Kolonien und ihre Gegner mit eiserner Hand kontrolliert. Die Hungerwaffe wurde von ihnen sehr gerne eingesetzt, unter anderem 1770 in Bengalen, Indien, wo 15 Millionen Menschen starben, dann in Indien von 1875 bis 1920, als wahrscheinlich 50 Millionen Menschen an Hunger und Seuchen starben. Die Briten erfanden im Burenkrieg in Südafrika die Konzentrationslager, in denen die Frauen und Kinder der aufständischen Buren in Geiselhaft genommen und ausgehungert wurden, um die Männer zum Aufgeben zu bewegen. Gegen China hat Großbritannien die sogenannten Opiumkriege geführt, mit denen die Chinesen gezwungen wurden, massenhaft indisches Opium in ihr Land zu lassen mit katastrophalen Folgen für sie. Am Sklavenhandel waren die Briten maßgeblich beteiligt und mit ihrer Kriegsflotte haben sie die Welt in Angst und Schrecken versetzt. Außerdem hat Großbritannien mit seinem Manchester-Kapitalismus eine menschenverachtende Ausbeutung von Arbeitern – selbst Kindern – betrieben. Das ist bei weitem nicht alles einer langen Liste von Untaten.
Schon als die Normannen 1066 England eroberten, gab es in England die Situation, dass etwa zehntausend Nordmänner zwei Millionen Angelsachsen beherrschen wollten. Um Widerstand im Keim zu ersticken, „beseitigten“ die Normannen die gesamte Führungsschicht des unterlegenen Volkes.
Das britische Weltreich war im 19. Jahrhundert zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt und an allen Fronten musste die Dominanz der Briten verteidigt werden. Dabei waren ihnen alle Mittel recht.
Vor allem Russland, dessen Expansionsdrang man im blutigen Krim-Krieg 1853 vorerst stoppen konnte, bereitete London Ernst zu nehmende Sorgen. Unter anderem erhielt ein indischer Prinz Unterstützung von Russland, um in Indien einen Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft zu entfachen[1]. Auch im fernen Osten gefährdete Russland die Interessen Großbritanniens, weshalb London mit Japan ein Bündnis schloss und den Japanern eine Kriegsflotte baute. 1904 gab es dann auch den japanisch-russischen Krieg, in dem Japan die russische Flotte vernichtend schlug und Russland im fernen Osten zurückdrängte.
Danach änderte man in London die Haltung gegenüber Russland und begann wenigstens dem Anschein nach eine Kooperation. Russland hatte Ambitionen gegen Österreich-Ungarn, das weite Teile des slawischen Osteuropas kontrollierte und Russland wollte aus religiösen Gründen Konstantinopel einnehmen und aus strategischen Gründen die Dardanellen unter Kontrolle bringen. Frankreich war mit Russland verbündet und trachtete nach Wiedererlangung der 1871 an Deutschland verloren gegangen Gebiete, Elsaß-Lothringen. London nutzte diese Haltung und unterstützte die beiden Länder gegen Deutschland und Österreich-Ungarn.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Technik ergab sich für die Seemacht Großbritannien noch eine weitere Gefahr. Sir Halford Mackinder publizierte 1904 seine Heartland-Theorie[2]. Dieser Theorie zufolge gibt es ein Herzland, das aus Russland, Asien und Osteuropa besteht, umgeben von den sogenannten „Rim-Staaten“, dazu gehören Mitteleuropa, Ostchina und Zentralasien. Wenn eine Landmacht im Herzland wie Russland sich nun mit den Staaten an den Rändern verbündet, kann es ganz leicht die Dominanz der Seemächte, also zunächst von Großbritannien und heute den USA, brechen.
Deshalb gilt es, die Staaten an den Rändern zu kontrollieren, um das Herzland zu isolieren. Die auf dieser Theorie basierende Politik findet noch heute bei den USA Anwendung, die Russland konsequent einkreisen und in Zentralasien, in Ostasien und in Osteuropa massiv ihre Macht ausgebaut haben und überall in diesen Ländern Militärbasen errichtet haben. Die NATO-Osterweiterung dient diesem Zweck.

Das aufkommende deutsche Reich war sehr schnell zu einem weiteren gefährlichen Konkurrenten mit einem ganz anderen Wirtschaftsmodell geworden, das eher auf sozialen Ausgleich setzte als auf das ungehemmte Profitstreben und auch ein sozialeres Geldsystem benutzte. Die Bank of England war damals in privater Hand und gab dem Staat nur Geld gegen Staatsanleihen, für die auch noch Zinsen bezahlt werden mussten. Im Kaiserreich blieb die Geldschöpfung in der Hand des Staates, obwohl auch dieser Kredite von Banken aufnahm, unter anderem um den Goldbedarf für die Münzen und Sicherung des Papiergeldes zu decken.
Der wirtschaftliche Erfolg dieses Modells führte dazu, dass Deutschland bald ökonomisch besser dastand als das Empire.
Würde sich Deutschland mit Russland zusammen tun, könnte dies ganz schnell zum Ende des British Empire führen. Daran dachte die deutsche Elite allerdings nicht, sie war eher vom Gedanken beseelt, die slawischen Völker als Gefahr zu sehen, ganz im Sinne der Briten, die auch damals schon mit Diplomatie, Propaganda,Geheimagenten und Desinformationen alle Register zogen. Wir lesen noch heute in Wikipedia, dass Großbritannien für Fair Play und eine freie Welt stünde[3].

Die Briten hatten spätestens 1890 verstanden, dass sie etwas unternehmen mussten und begannen mit der Vorbereitung für den ersten Weltkrieg. In den Medien wurde die Gefahr, die vom „Hunnen“ ausging, heraufbeschworen. Auch hatten sie nach dem Motto „wenn Du sie nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit ihnen“ den US-Eliten zunehmend Avancen gemacht und sich mit ihnen verbrüdert. Auch genetisch verbanden sie sich, indem es viele Heiraten zwischen beiden Gruppen gab.
Lord Balfour, der Parteichef der Konservativen, etwa schlug in einem Brief dem amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt 1909 vor, eine anglo-amerikanische Föderation ins Auge zu fassen, die das Potential hätte, das Gleichgewicht der Kräfte aufzuheben, um die dominante Weltmacht zu werden.
Dahinter steht auch die Idee von der Überlegenheit der angelsächsischen Rasse, später als weiße anglo-amerikanische Protestanten (die WASPs) bezeichnet (das Rassendenken war Anfang des 20. Jahrhunderts sehr in Mode), welche dazu bestimmt sei, über die Welt zu herrschen, die unter anderen von Cecil Rhodes propagiert wurde.

Die deutschen Eliten im Kaiserreich haben den Fehler begangen, sich auf die Kriegstreiberei einzulassen und selbst von der Weltmachtstellung und der Vorherrschaft über die Welt zu sprechen. Bismarck hatte vorher wesentlich geschickter agiert.
Einige Projekte der Deutschen wie etwa die Bagdad-Bahn, die eine Bahnverbindung von Deutschland bis in den Irak vorsah, wollten die Briten um jeden Preis verhindern.
Deshalb entstanden bei die britischen Eliten Pläne, wie die Gefahren am besten abzuwenden seien, wie eine Allianz zwischen Russland und Deutschland vermieden werden könnte und wie Russland am besten ausschalten sei. Schon 1885 ist in einem Gespräch von Lord Salisbury mit Robert Morier die Rede vom Entfachen einer sozialen Revolution, einem russischen Krieg mit Deutschland sowie vom Aufkommen einer islamistischen Bewegung in und an den Grenzen Russlands4. Russland soll systematisch geschwächt werden, um diese Pläne vorzubereiten und das könne am besten dadurch geschehen, dass man den finanziellen Bereich destabilisiert, indem man den Russen hohe Kosten verursacht.
Man ging mit diesen Plänen sogar an die Öffentlichkeit. In der Wochenzeitschrift „Truth“ erschien bereits 1890 die neue Landkarte von Europa unter dem Titel „Des Kaisers Traum“. In dieser Grafik wird dargestellt, wie alle Länder Europas zu Republiken geworden sind und Deutschland geteilt wird, es wird dargestellt, wie alle Königsfamilien Europas in die Zuchthäuser gehen. Dazu wird Russland als Wüste bezeichnet, was auf die Auswirkung der bolschewistischen Revolution deutet, in der die Menschen unterjocht werden.

Kaisers Dream

Die Pläne in den höchsten geheimen vornehmlich angelsächsischen Kreisen, aber auch bei den Jesuiten und im Vatikan sowie bei den Hochgradfreimaurern und in anderen Geheimgesellschaften nahmen immer konkretere Gestalt an: Ziel war die Umgestaltung Europas, der Sturz des Zaren und anderer Königshäuser, die Eindämmung Deutschlands und die Zerschlagung Österreich-Ungarns sowie die Etablierung eines kommunistischen Buhmann-Staates in Russland[5]. Schon 1905 gab es den ersten Versuch einer sozialistischen Revolution in Russland.
Hochgradfreimaurer und Südstaatengeneral Albert Pike schrieb in einem Brief an seinen Vorgesetzten Guiseppe Mazzini bereits 1871: „Der Erste Weltkrieg muß herbeigeführt werden, um es den Illuminaten zu ermöglichen, die Macht des Zaren in Rußland zu stürzen und dieses Land zu einer Festung des atheistischen Kommunismus zu machen. Die Zwietracht, die durch die „Agenten“ der Illuminaten zwischen dem britischen und dem deutschen Reiche verursacht werden, sollen genutzt werden, um diesen Krieg zu schüren. Am Ende des Krieges, soll der Kommunismus aufgebaut und genutzt werden, um die anderen Regierungen zu zerstören und um die Religionen zu schwächen.“[6]
1913 wurde in den USA unter dubiosen Umständen die Federal Reserve Bank gegründet, eine Privatbank, von der die USA nun ihr Geld leihen mussten. 1914 dann verübten Freimaurer den Anschlag auf den Thronfolger der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie und lösten damit endgültig den ersten Weltkrieg aus. 1917 trat mittels Propaganda und durch die Balfour-Deklaration die USA in den Krieg ein und in Russland begann die geplante Revolution, nachdem das Land durch den Krieg in sehr schlechtem Zustand war. Die anglo-amerikanischen Eliten zusammen mit den Freimaurern und den jüdischen Bankiersfamilien vollzogen so die ersten bestimmenden Schritte zur Erlangung der absoluten Weltdominanz. 1919 wurden die Grenzen Europas neu gezogen, im Versailler Vertrag wurden Deutschland untragbare Bedingungen auferlegt, die es akzeptieren musste, da immer noch eine Seeblockade herrsche, die eine Hungersnot verursachte. Damit wurde gezielt der zweite Weltkrieg vorbereitet.

Heute ist die Propagandafassade der wohlwollenden nach Menschenrechten; Freiheit und Demokratie strebenden USA und ihrem Juniorpartner Großbritannien nicht mehr aufrecht zu halten. Nach ihren Lügen und ihren zahllosen Kriegen glauben ihnen immer weniger Menschen. Der ehemalige Premier Blair wird Bliar (Lügner) genannt und es ist vielen Menschen deutlich geworden, dass die Kriege der USA nur zur Aufrechterhaltung ihrer Weltdominanz dienen.
Immer noch werden die genannten Pläne zur Weltdominanz befolgt. Russland wird dämonisiert und eingegrenzt, Deutschland wird nieder gehalten, ein europäischer Superstaat wurde errichtet, um die größte Gefahr für die anglo-amerikanische Weltdominanz zu bannen, nämlich, dass sich Deutschland mit Russland verbündet. Auch in China hat man eine kommunistische Diktatur errichtet, die nun auch eingedämmt und in den neoliberalen Kapitalismus eingebunden wird.

Anmerkungen:
1 Duleep Singh, Maharadscha der Sikhs von Punjab, Gefangener der Briten
2 Vortrag: „The Geographical Pivot of History“ der Royal Geographical Society in Großbritanien
3 https://de.wikipedia.org/wiki/Krimkrieg
4 In John Charmley, Splendid Isolation?, 1999, S. 201 u. 213
5 Vgl. Brief von Albert Pike an Giuseppe Mazzini vom 15.08.1871, in William Guy Carr, Satan-Prince of this World, 1958. Die Existenz und/oder die Echtheit dieses Briefes wird vehement in Abrede gestellt, doch wurde er unter anderem von Cardinal Carol Rodriguez aus Santiago, Chile, schon 1925 zitiert, in „Das Geheimnis der Freimaurerei offengelegt“ (The Mistery of Freemasonry Unveiled)
6 Ebda.

Quellen:
Bruno Bandulet, Als Deutschland Grossmacht war, Rottenburg 2014
Markus Osterrieder, Welt im Umbruch, Stuttgart 2014
Terry Boardman, Sir Edward Grey, Liberal Imperialism and British Responsibility in 1914 – From the British Empire to the American Empire, lecture at anthroposophical conference on modern history in Keene, New York State, August 2001
http://threeman.org/?p=865
Terry Boardman, Belgian Neutrality & the British Decision for War in 1914, lecture was given in Brussels on April 28th 2014 at the Europe Brussels Liaison Office www.blbe.be
as part of the Beyond the 1914-1918 Centenary
http://threeman.org/?p=1852
Rudolf Steiner, Das Karma der Unwahrhaftigkeit, Dreizehn Vorträge, Dornach 4. bis 31. Dezember 1916 und Basel 21. Dezember 1916, GA 173 u. 174, Dornach 2010
Carroll Quigley, The Anglo-American Establishment – From Rhodes to Cliveden, New York 1981
Mike Davis: Late Victorian Holocausts: El Niño Famines and the Making of the Third World. 2001 - Die Geburt der Dritten Welt. Hungerkatastrophen und Massenvernichtung im imperialistischen Zeitalter, Assoziation A, Berlin/Hamburg/Göttingen 2004