CIA Gehirnwäsche - die Operation Mindfuck

13. Juli 2016

aus dem kommenden Roman “Krieg gegen Terra” (”alles” “natürlich” nur “Fiktion”, Namen der handelnden Personen sind frei erfunden)

Beim Projekt “Allmächtig” in der CIA-Zentrale in Langley wurde gerade ein neuer Mitarbeiter eingewiesen. Eine Gruppenleiterin erklärte dem Neuen, was seine Arbeit sein würde.
Sie sagte: „In dieser Abteilung wachen wir darüber, dass der Anschein aufrecht erhalten wird, dass Widerstand zwecklos ist. Gleichzeitig müssen wir natürlich den Glauben an den Rechtsstaat und die Demokratie nicht in Gefahr bringen.
„Um diese Ziele zu erreichen, gehen wir vielschichtig vor. Wir arbeiten eng mit Hollywood und den Medien zusammen. Eine ganze Abteilung überarbeitet Drehbücher, damit die richtige Botschaft von den großen Filmen ausgeht. In den 70ern gab es viele Filme, in denen man auf Widerstand gegen die Behörden setzte und auf Einzelkämpfer, die gegen die Mächtigen angingen. Das Motiv des Widerstands und der Einzelkämpfer haben wir inzwischen so umgestaltet, dass diese Leute nur noch gegen Verbrecher, Terroristen und ab und zu gegen korrupte Staatsbeamte kämpfen.
„In allen Bereichen fördern wir die Botschaft, dass der Einzelne komplett machtlos ist und auch aufkommende Bewegungen, in denen sich die Bürger organisieren, zum Scheitern verurteilt sind.
„In manchen Fällen allerdings fördern wir gewisse Ziele des Widerstands, damit nicht der Verdacht aufkommt, dass die Demokratie und die Rechte der Bürger komplett verschwunden sind.
„Aber unsere Aufgabe besteht darin, dass wir die Idee in den Menschen implantieren, dass Widerstand zwecklos ist. Diese Abteilung erarbeitet dafür den intellektuellen Hintergrund.
„Wir haben z.B. bei der Finanzkrise den Slogan „Too big to fail“ erfunden und propagiert. Wir arbeiten eng mit zwei weiteren Abteilungen zusammen. Die eine unternimmt die Infiltration von Protestbewegungen, die andere kontrolliert die Politiker und die Parteien. Aber wir sind für den geistigen Hintergrund verantwortlich und Sie als Sozialwissenschaftler werden Ihre Ideen dazu beitragen.“
Der neue Mitarbeiter nickte und sagte: „Ja, das ist doch mal eine schöne Aufgabe.“
„Das denke ich auch“, sagte die Frau. „Ein großer Teil unserer Arbeit ist es natürlich auch, die Medien anzuweisen, über erfolgreichen Widerstand nicht zu berichten. Im Fall der Finanzkrise hat Island tatsächlich die Banken abgewickelt und die ausländische Investoren leer ausgehen lassen. Das durfte natürlich nicht berichtet werden.
„Unsere Klientel sind aber hauptsächlich die Protestbewegungen und die oppositionellen Parteien sowie die esoterischen Gruppen und die Alternativmedien, insgesamt alle Individuen, die gegen das System sind. Ihnen allen müssen wir einbläuen, dass sie machtlos sind, fundamentale Änderungen an der Struktur des Systems vorzunehmen.
„Eine andere Abteilung steuert die Infiltration von Protestgruppen oder gründet Gegenbewegungen und wir liefern dazu die Hintergrundphilosophie. Außerdem geben wir der Politik und den Medien geeignete Schlagwörter und Konzepte vor, mit denen sie gegen diese Proteste vorgehen können. In der Flüchtlingskrise z.B. war es unsere Idee, alle kritischen Stimmen sofort der Ausländerfeindlichkeit und des Rassismus zu bezichtigen.
„Ein großer Erfolg war die Idee eines Mitarbeiters, den Begriff der politischen Korrektheit einzuführen. Politisch korrekt ist nur, was uns passt. Wenn jemand fundamentale Kritik äußert und sich aus der herrschenden Meinung begibt, kann er sofort mit diesem Konzept diskreditiert werden.
„Die Gegenbewegungen und vor allem die Linken und die Antifa haben wir seit Jahrzehnten infiltriert und steuern sie. Um möglichst viel Wut und Aufruhr zu schaffen, haben wir die Antifa angewiesen, den Schlachtruf: ‘Bomber Harris, do it again!’ zu benutzen. Das bezieht sich auf die Terrorbombardierungen gegen die deutsche Zivilbevölkerung vor allem gegen Ende des zweiten Weltkriegs. Und die Erwähnung von Bomber Harris macht die Gegenseite extrem wütend.“
„Ja, Madam, ich habe verstanden, was ich tun soll. Womit soll ich anfangen?“
„Als erste Aufgabe möchte ich Ihnen folgendes geben: Entwickeln Sie Strategien, wie man Protestwähler und Systemgegner dazu bringt, nicht wählen zu gehen. Wir reden da von den stabilen Demokratien wie den USA, Frankreich und Deutschland, nicht von den Krisenländern. Ich bin gespannt, ob Ihnen da etwas Neues einfällt.“
„Da fällt mir gleich etwas ein: Man muss doch nur sicher stellen, dass das Wählen wirklich sinnlos ist und Wahlen am System nichts ändern können. Wenn man dazu noch die großen Medien und die Politiker herunter beten lässt, dass möglichst viele wählen sollen, dann glauben die Systemgegner doch von selbst, dass es besser ist, nicht zu wählen.“
„Ich sehe, Sie haben Talent. Genau das tun wir natürlich. Eine andere Abteilung infiltriert und manipuliert die Oppositionsparteien. Aber das ist ein Haufen Arbeit und es wäre uns lieber, es gäbe keine Proteststimmen.“
„Ich werde darüber nachdenken und mich bemühen, Madam“, sagte der neue Mitarbeiter.
„Ich gebe Ihnen noch ein paar weitere Infos: Der Vorgänger dieser Abteilung erfand nach der Beseitigung des Verräters Kennedy das Konzept der Verschwörungstheorie. Der Mitarbeiter, der sich das ausgedacht hat, bekam viele Auszeichnungen. Jeder, der auf verdeckte Operationen oder verdeckte Absprachen hinweist, kann nun ganz einfach abserviert werden: Man muss nur das Wort benutzen und schon hat man die Person diskreditiert.
„Eine andere sehr wichtige Operation ist die Verteidigung der Politik Israels. Wir haben die Idee gehabt, dass Verfechter der israelischen Besatzung stets folgende drei Punkte in den Vordergrund stellen. Sie bezeichnen den Widerstand der Palästinenser als Terrorismus, ihre Maßnahmen der Unterdrückung und der gezielten Morde als Selbstverteidigung, und sie weisen darauf hin, dass die Hamas Israel vernichten will und das Existenzrecht Israels bestreitet.
„Das hatte auch nachhaltigen Erfolg, obwohl die Kriege Israels sehr heikel sind und großen Widerstand hervorrufen. Noch können wir die Palästinenser nicht endgültig aus ihren Gebieten vertreiben.
„Einer unserer weiteren großen Erfolge war die Manipulation der esoterischen Gruppen. In den 70ern und 80ern haben wir die Philosophie der New-Age-Bewegung grundlegend mitgeprägt. Wir erschufen einige Prinzipien, die bis heute Grundlage für die neue Spiritualität sind. Soll ich Ihnen die Punkte nennen?“
„Ja, bitte, das ist interessant!“
„Wir waren genial. Wir nahmen einige spirituelle Grundeinsichten und interpretierten sie so, dass sie sich gegen die Menschen richteten und Widerstand gegen das System als völlig tabu erscheint. Als erstes etablierten wir die Doktrin „Alles ist eins“. Daraus kann man eine Menge ableiten. Wenn alles eins ist und die Menschen keine Individuen mehr sind, dann macht es keinen Sinn, sich gegen andere Menschen zu stellen oder sie zu kritisieren.
„Als nächstes griffen wir das Konzept vom Karma auf. Jeder ist für seine Taten verantwortlich und bekommt deshalb im Leben, das, was er verdient. Das war ein Riesenerfolg. Damit ist jedes Leid und jedes Unrecht quasi von dem Opfer selbst angezogen und verursacht worden.
„Dann griffen wir das Prinzip auf, das jeder seine eigene Realität erschafft. Das war ebenso ein Knaller. Zusammen mit dem Karma kann man nun jede Verantwortung für Leid und Unrecht den Opfern zuschreiben. Das ist wahrhaft genial und der Mitarbeiter, der sich das ausgedacht hat, wurde mit einigen Orden bedacht.
„Der nächste darauf aufbauende Punkt ist, dass die physikalische Welt lediglich Maya, also Illusion ist. Das ist auch ein Knaller. Alles Leid und alles Unrecht auf der Welt sind damit auch nur Illusion und das Ziel des Menschen ist es, durch die Illusion durchzudringen zum wahren Sein. Das bedeutet, dass niemand mehr in diesen Kreisen politisch tätig wird oder sich Protestbewegungen anschließt.
„Der nächste große Erfolg war das Konzept, dass alles, was man in sein Bewusstsein lässt, einem begegnet. Wenn man sich also mit Leid und Unrecht beschäftigt, wird dieses unweigerlich in das Leben treten, so die Doktrin. Wenn man sich dagegen mit Liebe und Wachstum beschäftigt, dann wird man diesen begegnen – das ist ein absolutes Totschlagargument und hat die spirituelle Bewegung fast vollständig davon abgebracht, sich um die Zustände auf der Erde zu kümmern.
„Als nächstes war Gewaltlosigkeit an der Reihe. Im Verbund mit den anderen Prinzipien hat diese Doktrin eine starke Wirkung. Sie verlangt vom Anhänger des New Age absolute Gewaltlosigkeit in Wort und Tat. Damit ist jede Selbstverteidigung und selbst verbale Aggression verpönt und die Esoteriker ergehen sich in „Peace“-Parolen, wo Widerstand angebracht wäre. Besonders die Männer werden zu echten Waschlappen, aber auch bei den Frauen wird das weibliche Prinzip des Mitgefühls völlig korrumpiert durch die Summe dieser Grundsätze.“
„Sie sehen also, wir sind äußerst erfolgreich in dem, was wir tun und das erwarten wir auch von Ihnen.“
„Ja, Madam, ich mache mich gleich an die Arbeit.“
„Gut, wir sprechen uns später.“