Leseprobe: Die Befreiung Deutschlands - Sturz der Regierung

07. April 2017

Im Bundestag wurde eine aktuelle Stunde zu den Entwicklungen einberufen.

CDU-, SPD-, Grüne und FDP-Abgeordnete verlangten Aufklärung von ihren Fraktionsspitzen. Diese fielen aber nicht befriedigend aus.

Es gab viele Meetings auch zwischen den Fraktionen und es hatten sich große Teile aller Parteien verständigt, dass die Enthüllungen über die Macht der Geldelite und die Dienstbarkeit der Regierung bewiesen seien und sie ein Misstrauensvotum beantragen würden. Die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten beteiligten sich. Lediglich etwa ein Drittel der Abgeordneten wiesen die Vorwürfe als Verschwörungstheorie zurück.

Die Kanzlerin trat ans Mikrofon.

Es gab Buh- und Zwischenrufe: „Schämen Sie sich, Frau Kanzlerin!“ und „Sie sind eine Kriminelle!“

„Liebe Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, bitte beruhigen Sie sich!“, begann die Kanzlerin.

„Ich kann Ihnen versichern, dass ich im Interesse der Bundesrepublik agiere und nicht im Interesse ausländischer oder anderer Akteure!“

Es gab wieder Buh- und laute Zwischenrufe.

„Ordnung bitte, lassen Sie die Bundeskanzlerin sprechen“, rief der Bundestagspräsident dazwischen.

„Die Vorwürfe sind haltlos. Natürlich besprechen wir uns mit den amerikanischen Verbündeten und mit den deutschen und internationalen Finanzinstitutionen. Dass wir von der Deutschen Bank oder der Goldsax Anweisungen erhalten, ist eine Lüge.“

Wiederum gab es wilde Zwischen- und Buhrufe.

„Das Innenministerium und die Bundesanwaltschaft haben wir angewiesen, gegen die betreffenden LKAs und Staatsanwaltschaften wegen Landesverrats vorzugehen.“

Jetzt gab es einen Tumult im Bundestag,

„Sie sind es doch, die die Demokratie verraten hat, Sie NSA-Agentin!“ schrie ein Abgeordneter. „Sie arbeiten für die Banken und die Geldelite“, rief ein anderer. Ein paar regierungstreue Abgeordnete standen auf und liefen zu den schreienden Abgeordneten und es gab ein Handgemenge.

Der Bundestagspräsident rief hilflos nach Ruhe und Ordnung. Schließlich beruhigte sich der Saal und die Kanzlerin führte ihre Rede fort.

Danach kam Walter Seele, SPD, ans Rednerpult. Er war einer der Führer der breiten Koalition von Abgeordneten aller Fraktionen, die sich gegen die Bundesregierung und die Parteiführungen stellten.

„Liebe Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

„Frau Bundeskanzlerin, Sie werden sich verantworten müssen. Die Anschuldigungen und die Beweise lasten sehr schwer. Die Demokratie in unserem Land ist von Ihnen völlig ausgehebelt worden. Fast alle Regierungsmitglieder sind an einer Schattenregierung beteiligt, die nicht etwa dem Eid entspricht, den Sie alle geleistet haben, sondern die den Interessen der Banken und der Geldeliten dient.

„Wir, das sind Abgeordnete im Bundestag aus allen Fraktionen, werden das nicht länger hinnehmen. Wir haben ein Misstrauensvotum gegen Sie, Frau Kanzlerin, und damit gegen die Bundesregierung beantragt.

„Liebe Kollegen, ich kann Ihnen nur raten, nicht Ihren finanziellen und karrieristischen Interessen zu folgen, sondern hier und jetzt für ihr Gewissen und die Demokratie einzustehen. Lange genug haben wir zugesehen, wie gegen die Interessen des Volkes regiert wurde. Setzen wir einen Schlussstrich und wagen wir einen Neubeginn!“

Es gab großen Beifall im Saal, nur die Mitglieder der Regierung schauten etwas blass aus.

Die Sitzung dauerte noch einige Zeit.