das rationalistisch-materialistische Weltbild erweitern

13. August 2009

Die gegenwärtige wissenschaftliche Auffassung von der Wirklichkeit zweifelt an der Realität des Geistigen. Das Geistige ist in dieser Sichtweise ein bloßer Nebeneffekt des Physikalischen. In der Folge, wird jede Theorie, die nicht direkt meßbare “Felder“ oder andere “physikalische“ Träger des Geistigen vorschlägt,als grotesker Aberglauben abgetan. Die zahllosen Beweise und Indizien dafür, daß das Geistige völlig anderer Natur ist, das es nicht bloß irgendwo am Rande des Physikalischen erscheint, werden als irrelevant bekämpft.

Wie Carl Gustav Jung schreibt: “Darüber hinaus gibt es aber auch Beweise, daß mindestens ein Teil der Psyche den Gesetzen von Raum und Zeit nicht unterwerfen ist. Den wissenschaftlichen Beweise dafür erbrachten die bekannten Rhineschen Versuche. Neben zahllosen Fällen von spontanem Vorauswissen, unräumlichen Wahrnehmungen und dergleichen, wofür ich Beispiele aus meinem Leben erzählt habe, beweisen sie, daß die Psyche zeitweilig jenseits des raumzeitlichen Kausalgesetzes funktioniert. Daraus ergibt sich, daß unsere Vorstellungen von Raum und Zeit und damit auch der Kausalität unvollständig sind. Ein vollständiges Weltbild müßte sozusagen noch um eine andere Dimension erweitert werden; erst dann könnte die Gesamtheit der Phänomene einheitlich erklärt werden. Deshalb bestehen die Rationalisten auch heute noch darauf, es gäbe keine para-psychologischen Erfahrungen, denn damit steht und fällt ihre Weltanschauung. Wenn solche Phänomene überhaupt vorkommen, ist das rationalistische Weltbild ungültig, weil unvollständig. Dann wird die Möglichkeit einer hinter den Erscheinungen liegenden anderswertigen Wirklichkeit zum unabweisbaren Problem, und wir müssen die Tatsache ins Auge fassen, daß unsere Welt mit Zeit, Raum und Kausalität sich auf eine dahinter oder darunter liegende andere Ordnung der Dinge bezieht…“

Bemerkenswert ist, daß wir normalerweise während unserer gesamten Schul- und Universitätsausbildung von diesen Phänomenen und ihren Implikationen nichts hören, oder wenn, daß sie mit Sarkasmus als Unsinn hingestellt werden. Und nicht nur transzendieren die geistigen Erfahrungen unsere gängigen Kausalitäts- und Wirklichkeitsvorstellungen, auch im ganz alltäglichen Geschehen spielen sie eine Rolle. Das Princeton Engineering Anomalies Research Programm etwa, das sich mit der Interaktion zwischen Bewußtsein und hochkomplexen technologischen Geräten beschäftigt, befindet, daß das Bewußtsein, das geistige Geschehen, direkt in das Physikalische eingreift.